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Die Directors and Officers-Versicherung wird auch Managerhaftpflichtversicherung genannt.

Wer kann sich mit einer D&O-Versicherung absichern?

Führungskräfte eines Unternehmens können sich gegen Forderungen des Unternehmens oder von Dritten versichern. Abgeschlossen kann eine solche Versicherung unter anderem für Geschäftsführer (auch geschäftsführende Gesellschafter), Vorstandsmitglieder, Mitglieder eines Aufsichtsrates oder Stiftungsorganes oder auch Prokuristen.

Zum einen deckt eine D&O-Versicherung Schäden die durch eine Handlung oder ein Unterlassen der Führungskraft dem Unternehmen entstehen. Man spricht hier von der Innenhaftung. Wenn z.B. Mitarbeiter ihr Unternehmen bestehlen, weil diese vom Vorgesetzten nicht ausreichend überwacht wurden, kann sich die Firma an der verantwortlichen Führungskraft schadlos halten. Ein Grund, warum der Manager gegenüber seinem Unternehmen haftbar wird, ist ein Verstoß, gegen die Verpflichtung „…bei ihrer Geschäftsführung die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden.“ (§ 25 GmbH).

Weitere Gründe für ein schlagend werden der Innenhaftung ist das ungerechtfertigte verteilen von Gesellschaftsvermögen, bei nicht genehmigten In-sich-Geschäften oder bei Konkursverschleppung.

Gegenüber Dritten kann die Führungskraft ebenso zur Haftung herangezogen werden (Außenhaftung). In erster Linie  wenn z.B. der Geschäftsführer fehlerhafte oder vorsätzlich zeitverzögerte Veröffentlichungen im Firmenbuch anmeldet (u.a. Änderung der Gesellschaftsstruktur oder Gesellschaftskapital), weiters bei Verstößen gegen die Bundesabgabenordnung und das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz.

Sowohl im Innenverhältnis als auch gegenüber Dritten haftet die Führungskraft schon bei leichter Fahrlässigkeit. Sein Verschulden wird vermutet. In diesem Fall liegt am Manager zu beweisen, dass kein Verschulden vorliegt bzw. der Schaden auch ohne Handlung/Unterlassung eingetreten wäre. Man spricht hier von der Beweislastumkehr. Daher ist eine Managerhaftpflichtversicherung so wichtig, da selbst der Beweis der Unschuld bzw. die Abwehr von Forderungen eine große finanzielle Belastung bedeuten kann.

Beim Abschluss einer D&O-Versicherung sollte unbedingt beachtet werden, dass nicht nur Kosten bei einer gerichtlichen Verurteilung gedeckt sind, sondern dass die Versicherung auch bei einem außergerichtlichen Vergleich leistet. Oft werden im Geschäftsleben Einigungen fernab von Gerichten und der Öffentlichkeit erzielt um einerseits unnötige Prozesskosten durch jahrelange Verfahren zu vermeiden und anderseits einer negative Publicity zu entgehen.

Beachtet muss auch werden, dass die volle Deckungssumme nur einmal im Jahr zur Verfügung steht. Die Ermittlung der Prämie für eine Managerhaftpflichtversicherung ist in manchen Fällen nur aufgrund vieler Kriterien möglich.

Ein Experte in Sachen D&O-Versicherung berücksichtigt Ihre relevanten Faktoren und hilft bei der Berechnung des notwendigen Deckungsumfanges.

Die Informationen in diesem Artikel sind allgemein und unverbindlich. Fragen Sie daher einen Experten – er findet auch für Sie die passende Versicherungslösung.